Kopfnoten:

Zum Begriff der Kopfnoten:

Als Kopfnoten bezeichnet man üblicherweise die Schulnoten für Sozialverhalten und Mitarbeit. Diese werden mit unterschiedlichen Begriffen untersetzt inzwischen wieder in fast allen Bundesländern erteilt. Teils geschieht dies auch in verbalisierter Form, d.h. die Schüler erhalten nicht nur Noten, sondern bekommen gleich auch schriftlich im Zeugnis mitgeteilt, wie sie sich verhalten haben.

Status Quo der Kopfnoten:

Ein Problem können Kopfnoten seit jeher aufweisen, wenn diese in Abschlußzeugnissen oder zumindest in solchen Zeugnissen auftauchen, mit denen man sich bewerben muß.

Schlechte Kopfnoten und katastrophale Verbalbeurteilungen tauchen in der schulrechtlichen Praxis aber auch außerhalb dieser Konstellationen in der jüngeren Vergangenheit vermehrt auf.

Insofern sind sie schulpolitisch auch vermehrt in die Kritik geraten, ohne daß sich bisher allerdings eine nennenswerte politische Diskussion ausmachen läßt.

Näheres zu den rechtlichen Aspekten der Kopfnoten entnehmen Sie bitte meiner Homepage www.schulrecht.pro

Kopfnoten und Entwicklung:

Aufgrund der verstärkten Verwendung von schlechten Kopfnoten und der steigenden Anzahl von rechtlichen Auseinandersetzungen in diesem Bereich, ist zu erwarten, daß das Thema der Kopfnoten an schulpolitischer Bedeutung eher zunehmen wird.

Ein besonderes Problem stellt die "Verbalisierung" der Kopfnoten dar: Hier haben einige Bundesländer den Schulen die Möglichkeit eingeräumt. neben bloßen Kopfnoten den Schüler "darzustellen. Dies geschieht teils auch in Zeugnissen vor dem Abschlußzeugnis und damit in solchen, mit denen man sich bewerben muß und kann deshalb durchaus erhebliche Folgen für Schüler haben - zumal es eine "Zeugnissprache" (wie bei Arbeitszeugnissen) nicht gibt, so daß mitunter durchaus derbe bis vernichtende Beurteilungen vorkommen.

Diesem Problem sollte sich die Politik unbedingt abnehmen, denn auf diese Weise wird vermutlich einigen Schülern durchaus nachhaltig bis dauerhaft der Zugang zum Arbeitsmarkt vorenthalten bleiben, weil einige Schulen (ob dies im Einzelfall einen tatsächlichen Hintergrund haben mag oder nicht) sehr deutlich werden.

Näheres zu den rechtlichen Aspekten entnehmen Sie bitte meiner Homepage www.schulrecht.pro.