Inklusion Baden Württemberg:

Mit am spannendsten werden sicher die Neuregelungen zum sonderpädagogischen Förderbedarf in Baden-Württemberg sein.

Dies schon aus dem Grunde, da Baden-Württemberg bereits in der Vergangenheit im Bereich sonderpädagogischen Förderbedarfs zu den liberalsten und fortschrittlichsten Bundesländern gehörte und demnach die Erwartungen entsprechend hoch sind.

Regelungen:

Einigermaßen kurzfristig gab es im Bereich sonderpädagogischen Förderbedarf nur eine nennenswerte Neuerung: Die neu erreichteten Gemeinschaftsschulen sollen grundsätzlich Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf "offenstehen" - wie dies zu verstehen ist, wird man erst dann beurteilen können, wenn ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf an den Türen einer Gemeinschaftsschule abgewiesen wird und die Eltern sich dagegen wehren.

Im übrigen zeichnete sich für BW auch der bisherige Bundestrend ab, daß zwar viel versprochen wird, es aber die allgemeinen Probleme bei der Umsetzung gibt, die auch in BW vor allem folgende Themenbereiche umfassen dürfte:

  • Einwände von Lehrern, daß keine hinreichende Fortbildung erfolgte.
  • Einwände von Gemeinden als Schulträger, die hierfür Investitionen tätigen müßten.
  • Und insgesamt ein Finanzierungsproblem, denn 1-zu-1-Betreuung hätte man ja auch in der Vergangenheit über die Finanzierung eines Schulbegleiters über das Jugendamt schon haben können, wenn man dies wirklich will.

Es bleibt also abzuwarten.